Schon mal von Liebscher und Bracht gehört?

Die LNB – Schmerztherapie – eine „ganz neue Schmerztherapie“?

Nun so neu ist die Methode nicht. Es versteckt sich hier altes, bewährtes Wissen in einem neuen Kleid.

Hier wird ganzheitlich gedacht – so wie in vielen alten Therapieformen auch wie z.B. in der Traditionellen Chinesischen Medizin oder im Japanischen Shiatsu, den Thai – Massagen, alle übrigens über 3000 Jahre alt, sowie in neueren Methoden wie der Osteopathie (seit 1875).

„Alarm – Punkte“ kennt man aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, diese werden vorwiegend an der Vorderseite des Körpers gefunden. „Bezugspunkte“ zu speziellen Organen oder Organsystemen findet man vorwiegend auf der Rückseite, die meisten entlang der Wirbelsäule.

„Tender Points“, d.h. „schmerzhafte oder empfindliche Punkte“ werden in der Osteopathie beschrieben. Trigger – Punkte kennt man u.a. auch in der Physiotherapie. Dies sind myofasziale Punkte, die auf Druck mit Schmerz reagieren.

Wie erklärt sich nun der Erfolg von der Methode nach Liebscher und Bracht?

Durch den Druck, den man mit Daumen, Fingern und Ellbogen auf diese Punkte ausübt, kommt es kurzfristig und lokal begrenzt zu einer Ischämie, d.h. Zu einer Minderdurchblutung. Dies wird zunächst als äußerst schmerzhaft empfunden. Bei länger anhaltendem Druck stellt sich an dieser Stelle ein Taubheitsgefühl ein, d.h. Der Schmerz läßt nach. Wenn dann der Schmerz nahezu verschwunden ist, läßt man den Punkt los. Reflektorisch kommt es an dieser Stelle zu einer Gefäßerweiterung und dadurch zu einer deutlich erhöhten Durchblutung und somit zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung. Entzündliche Stoffe werden abtransportiert, der Stoffwechsel an dieser Stelle angeregt. Dies führt zu einer deutliche Entspannung der Muskulatur. Entspannung führt zu einem verminderten Druck auf das System. Da die Spannung nachläßt stellt sich eine verbesserte Beweglichkeit ein. Es ergibt sich in physiologischer Folge eine deutliche Schmerzreduzierung, sofern keine pathologische Schädigung vorliegt. Genau mit diesem Prinzip arbeiten wir in der Traditionellen Chinesischen Medizin und in Osteopathie ebenfalls.

Neu ist die Schmerztherapie nach Lieber und Bracht also nicht, allenfalls die Methodik und deren Vermarktung. Neu ist bestenfalls der Ablauf, bzw. die Reihenfolge der Behandlung.

Desweiteren geht es auch noch um Bewegungsanleitungen, die allerdings ebenfalls schon lange bekannt sind.
Jeder Sportler weiß, daß Dehnungen vor dem Sport von äußerster Wichtigkeit sind, um die Muskulatur auf die Anspannung während des Sportes vorzubereiten.
In jeder Kampfsportart, ob Kung Fu, Wing Tsun, Taekwondo oder Karate, wird auf Dehnung der Muskulatur Wert gelegt.

Auch in der Therapie ist das Prinzip der Dehnung ein wichtiger Bestanteil. Jeder Physiotherapeut sollte in sein Behandlungsschema Dehnungsübungen mit einbauen, um verkürzte Muskulatur wieder beüben zu können.
Jeder Osteopath arbeitet über Dehnung der myofaszialen Ketten und weiß seine Patienten in dieser Richtung zu unterweisen.

Das einzige Problem ist, hat der Patient die Praxis verlassen und ist zuhause angekommen, hat er einen Teil der Übungen bereits vergessen und traut sich oft nicht selbständig zu üben, aus der Unsicherheit heraus, er könnte etwas falsch machen.

So sind die Bewegungsanleitungen nach Liebscher und Bracht auch nicht wirklich neu. Es gibt zudem bereits einige Anleitungen in Schrift und Bild. Neu ist vielleicht, daß sie dem Patienten in anschaulicher Form als gezielte „Hausaufgaben“ mit auf den Nachhauseweg gegeben werden.

Solange es funktioniert und keinem schadet, ist das, alles in allem, vollkommen in Ordnung.

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